Unterschiede zwischen Trockenmittel Klasse A und B nach DIN 55473
Technische Unterschiede zwischen Trockenmitteln der Klasse A und Klasse B gemäß DIN-Norm und internationalen Standards
Trockenmittel gemäß DIN-Norm sind ein wesentlicher Bestandteil der Feuchtigkeitskontrolle in der Industrieverpackung, insbesondere während des Transports und der Langzeitlagerung. Die DIN-Norm 55473 legt genaue technische Anforderungen für industrielle Trockenmittel fest, darunter eine wichtige Unterscheidung zwischen Klasse (Typ) A und Klasse (Typ) B, basierend auf der Staub Durchlässigkeit des Beutels und dem möglichen Austritt des Trockenmittel Inhalts. Dieser Ansatz steht im Einklang mit anderen internationalen Referenzstandards wie dem amerikanischen MIL-D-3464E und dem französischen NFH 00-321, die ebenfalls das Verhalten des Trockenmittels und seiner Verpackung regeln, um Kontaminationsrisiken zu minimieren.
Rolle des Trockenmittels gemäß DIN-Norm in der Industrieverpackung
In industriellen Anwendungen werden Trockenmittelbeutel in Verpackungen mit geringer Wasserdampfdurchlässigkeit platziert, während der Beutel des Trockenmittels dampfdurchlässig sein muss, um die Aufnahme von Feuchtigkeit zu ermöglichen. Diese Durchlässigkeit darf jedoch nicht zur Freisetzung von Staub oder Partikeln führen, die das Produkt verunreinigen könnten.
Daher bewerten die technischen Normen nicht nur die Feuchtigkeitsaufnahme, sondern auch die Unversehrtheit des Beutels, die Partikelemission und die Verträglichkeit mit empfindlichen Produkten. In diesem Punkt stimmt die Norm DIN 55473 konzeptionell mit MIL-D-3464E und NFH 00-321 überein, obwohl jede ihre eigene Terminologie und ihr eigenes Klassifizierungssystem verwendet.
Die DIN 55473 (Überarbeitung 2008) definiert den Trockenmittelbeutel als “ein System, das aus einem Trockenmittel mit kontrollierten hygroskopischen Eigenschaften und einer Verpackung besteht, die Wasserdampf durchlässt, aber den Austritt von Partikeln begrenzt”.
Dieser Ansatz ist nicht nur im europäischen Raum verbreitet. Die Norm MIL-D-3464E, die in der militärischen und industriellen Logistik weit verbreitet ist, führt das Konzept der “Unit Desiccant” ein und klassifiziert Trockenmittel nach Material (Bentonit, Silikagel, Molekularsieb) und Schutzgrad der Verpackung. Die französische Norm NFH 00-321 regelt die Verwendung von Trockenmitteln in luftdichten Verpackungen und legt dabei besonderen Wert auf die innere Sauberkeit und die Abwesenheit von Feststoffverunreinigungen.
Trotz ihrer formalen Unterschiede haben DIN 55473, MIL-D-3464E und NFH 00-321 einen gemeinsamen technischen Kern, der sich durch die Kontrolle der Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit, die Definition von standardisierten Trockenmitteleinheiten, die Prüfung der mechanischen Festigkeit des Beutels, die Bewertung des Risikos der Partikelabgabe sowie die Anforderungen an die Kennzeichnung, Lieferung und Rückverfolgbarkeit auszeichnet.
Die DIN 55473 drückt die Kapazität in Trockenmitteleinheiten (UD) aus, während die MIL-D-3464E je nach Material äquivalente Trockenmitteleinheiten verwendet. Die Norm NFH 00-321 ist zwar weniger explizit in Bezug auf Einheiten, verlangt jedoch vergleichbare Funktionsergebnisse unter definierten Prüfbedingungen.
Technische Unterschiede zwischen Trockenmittel der Klasse A und Klasse B nach DIN 55473
Gemäß der Norm DIN 55473 konzentrieren sich die technischen Unterschiede zwischen Trockenmittel der Klasse A und Trockenmittel der Klasse B hauptsächlich auf den Grad der Staubdurchlässigkeit des Beutels und damit auf den Schutzgrad vor der Freisetzung von Partikeln während der Handhabung und Verwendung in der Industrieverpackung.
Das Trockenmittel der Klasse A zeichnet sich durch eine begrenzte Staubdurchlässigkeit aus. Technisch gesehen legt die Norm fest, dass die maximal zulässige Emission 10 mg Staub pro Trockenmitteleinheit (mg/UD) beträgt. Dieser Wert wird durch einen standardisierten Test ermittelt, bei dem der Beutel wiederholten Stürzen ausgesetzt und anschließend der freigesetzte Staub gesammelt wird. Das im Inneren enthaltene absorbierende Material kann körnig oder partikelförmig sein, aber die Konstruktion des Beutels ist so ausgelegt, dass das Austreten von Feststoffen eingeschränkt wird. Aus diesem Grund eignet sich das Trockenmittel der Klasse A für allgemeine industrielle Verpackungsanwendungen, bei denen eine minimale Partikelemission zulässig ist und keine strengen Anforderungen an die Innenreinheit gestellt werden.
Aus normativer Sicht ist dieses Schutzniveau vergleichbar mit den in MIL-D-3464E für robuste Verpackungen vorgesehenen Standardtypen sowie mit bestimmten in NFH 00-321 aufgeführten Anwendungen, bei denen das Trockenmittel nicht in direkten Kontakt mit besonders empfindlichen Oberflächen kommt.
Das Trockenmittel der Klasse B stellt hingegen die strengste Anforderung innerhalb der Klassifizierung nach DIN 55473 in Bezug auf die Staubkontrolle dar. In diesem Fall muss der Beutel praktisch dicht sein und darf unabhängig von der Anzahl der verwendeten Trocknungsmittel-Einheiten maximal 1 mg Staub emittieren. Die Prüfmethode ist die gleiche wie für Klasse A, basierend auf wiederholten Stürzen und Staubauffang, aber die Akzeptanzschwelle ist deutlich strenger.
Aus technischer und funktionaler Sicht entspricht das Trockenmittel der Klasse B den strengeren Anforderungen der MIL-D-3464E zum Schutz empfindlicher Geräte und der Philosophie der Norm NFH 00-321, die für Bereiche gilt, in denen interne Verunreinigungen nicht zulässig sind, wie z. B. Elektronik, Optik, Präzisionsinstrumente oder Verteidigung.
industriaTechnische Kriterien zur Auswahl des geeigneten Trockenmittels für die Industrieverpackung
Ein weiterer zentraler und oft missverstandener Aspekt ist, dass die DIN 55473 ausdrücklich den möglichen Austritt des Inhalts berücksichtigt. Daher verlangt sie mechanische Festigkeitsprüfungen, die auf wiederholten Stürzen aus 3 Metern Höhe basieren, wobei die Seiten abwechselnd getestet werden, ohne dass der Beutel reißt oder das Material sichtbar austritt.
Dieser Ansatz stimmt mit der Norm MIL-D-3464E überein, die die Säcke ebenfalls strengen Handhabungstests unterzieht, sowie mit der Norm NFH 00-321, die die Unversehrtheit der Hilfsverpackung während des Logistikzyklus vorschreibt.
Die richtige Wahl zwischen Klasse A und Klasse B wirkt sich nicht nur auf die Einhaltung der Vorschriften aus, sondern auch auf die Sicherheit des Produkts. Ein Trockenmittel, das Staub freisetzt, kann Folgendes verursachen:
- Funktionale oder ästhetische Verunreinigungen.
- Ablehnung bei Qualitätskontrollen.
- Vertragsverletzungen bei Exporten.
Aus diesem Grund wird in der beruflichen Praxis das Trockenmittel gemäß DIN-Norm durch eine Kombination aus folgenden Faktoren spezifiziert:
- Kapazität (UD oder äquivalente Einheiten).
- Sacktyp (A oder B).
- Referenznorm (DIN, MIL oder NFH, je nach Markt).
Die Globalisierung der Logistik fördert eine funktionale Annäherung der Normen. Es wird immer üblicher, dass ein und dasselbe Produkt die Konformität mit DIN 55473, MIL-D-3464E und NFH 00-321 erklärt und damit nachweist, dass es die höchsten Anforderungen an Absorption und Innenreinheit erfüllt.
Dieser Trend stärkt die Rolle des Trockenmittels der Klasse B in kritischen Anwendungen, ohne das der Klasse A zu verdrängen, das weiterhin eine effiziente und konforme Lösung für die industrielle Standardverpackung darstellt.
Die Unterschiede zwischen Trockenmitteln der Klasse A und Klasse B gemäß DIN 55473 basieren auf einem wesentlichen technischen Kriterium: der Partikelemission des Inhalts durch den Beutel. Dieser Ansatz steht im Einklang mit internationalen Normen wie MIL-D-3464E und NFH 00-321, die dasselbe Ziel verfolgen: eine wirksame Feuchtigkeitskontrolle zu gewährleisten, ohne die Unversehrtheit und Reinheit des verpackten Produkts zu beeinträchtigen. Das Verständnis dieser Klassifizierung ermöglicht die richtige Auswahl des Trockenmittels gemäß der DIN-Norm und gewährleistet eine zuverlässige und konforme Industrieverpackung.
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